In Deutschland zahlt wohl kein Verbraucher mehr mit Gold. Das Edelmetall hat für viele seinen Zauber jedoch nicht verloren, denn oft dient es als Geldanlage.

Piratenschätze und nationale Goldreserven: Das Edelmetall spielt sowohl in Kinderträumen als auch in der Geldpolitik der Länder eine wichtige Rolle. Aber es ist auch als Geldanlage für Verbraucher vertreten. Wie sieht es hier mit den Steuern aus?

Mehrwertsteuer
Der Kauf von Anlagegold ist grundätzlich mehrwertsteuerfrei.
Das betrifft zum Beispiel den weltbekannten „Krügerrand“. Die afrikanische Anlagemünze besteht aus Gold und ist in der Theorie ein gesetzliches Zahlungsmittel in Südafrika. Als Bargeld wird sie allerdings nicht genutzt. Der Wert des Krügerrands ist nicht wie bei den üblichen Zahlungsmitteln aufgedruckt. Er wird täglich über den Goldwert neu festgelegt.
Neben den Goldmünzen gelten übrigens auch Goldbarren als Anlagegold.

Anders sieht es aus bei Goldschmuck, Goldmedaillen und historischen Goldmünzen, deren Wert über die Seltenheit ermittelt wird. Hier fällt beim Kauf die Mehrwertsteuer an. Laut dem Bundesverband deutscher Banken hängt die Höhe des Steuersatzes bei historischen Goldmünzen von deren Preis ab.Sparkassengoldbarren

Einkommensteuer
Wer sein Geld in Gold investiert, will dieses Gold nicht immer behalten. Doch beim Verkauf der Goldmünzen und Goldbaren können Steuern anfallen. Hier geht es vor allem um die sogenannte Spekulationsfrist.Bei der Spekulationsfrist handelt es sich um die Frist, die zwischen Kauf und Verkauf einer Anlage liegen muss, damit diese steuerfrei bleibt. Laut dem Bundesverband deutscher Banken beträgt diese bei Anlagegold 12 Monate. Wenn ein Anleger sein Gold vor dem Ablauf dieser Frist verkauft, muss er den erzielten Gewinn versteuern. Dabei gilt sein Einkommensteuersatz.
Wichtig hier: Verbraucher sollten Rechnungen und andere Unterlagen zum Kauf und Verkauf des Goldes behalten. So kann die Einhaltung der Spekulationsfrist nachgewiesen werden. Wenn der Gewinn beim Verkauf des Goldes innerhalb der Spekulationsfrist unter 600 Euro liegt, bleibt auch dieser steuerfrei.

Die Abgeltungssteuer fällt bei Gold nicht an. Dieser steuerliche Vorteil gilt allerdings nur bei physischem Anlagegold. Daher ist es oft möglich, sich den Gegenwert seines Goldkontos physisch ausliefern zu lassen, denn dann ist auch das Goldkonto steuerfrei. So wird es zum Beispiel bei der Sparkasse Pforzheim Calw gehandhabt.

Gold übt auf viele Menschen eine starke Anziehungskraft aus. Doch wer sein Geld in Gold investiert, sollte nicht nur an steuerliche Vorteile denken. Auch der Wert von Gold schwankt. Außerdem müssen die Anleger ihr Gold sicher unterbringen. Es wie ein Pirat auf einer Insel zu vergraben, reicht hier kaum.
Oft werden Goldbarren oder Goldmünzen daher im Bankschließfach aufbewahrt. Hier besteht kein Risiko, dass es gestohlen wird und erst recht kein Risiko, dass es jemand ausgräbt 😉

Quelle: Banktip.de



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