Fragen zu paydirekt an Marktdirektor Bernhard Fuchs.

getPicture[3]Herr Fuchs, online einkaufen wird immer beliebter. Doch wer einkauft, muss auch zahlen. Eine Handvoll Bezahlsysteme für den Online-Einkauf sind bereits etabliert. Online-Kunden nutzen Kreditkarten oder Zahldienste wie „PayPal“ und „Sofortüberweisung“, um ihre Bestellungen im Internet zu bezahlen. Mit paydirekt starten die Sparkassen jetzt gemeinsam mit den genossenschaftlichen Banken und vielen deutschen privaten Banken ihren eigenen Internet-Zahldienst. Was erwarten Sie von paydirekt?

Paydirekt wird in Deutschland zum Standard-Zahlverfahren für den Einkauf von Waren und Dienstleistungen im Internet. Denn paydirekt ist eine Zusatzfunktion zum vertrauten Girokonto. Hierzulande haben rund 50 Millionen Menschen ein Girokonto bei einer Sparkasse oder einer Bank, die paydirekt anbietet. Auch jeder Kunde der Sparkasse Pforzheim Calw mit einem Online-Girokonto kann seit 27. April 2016 paydirekt kostenfrei nutzen.

Was unterscheidet paydirekt von anderen Bezahlsystemen?

Im Unterschied zu anderen Online-Bezahldiensten ist paydirekt kein Service eines Drittanbieters sondern eine Zusatzfunktion des Kunden-Girokontos. Denn paydirekt ist ein Service der Sparkasse oder Bank, bei der ein Online-Kunde sein Girokonto hat. Als Online-Zahlsystem „made in Germany“ gilt der vertraute deutsche Standard auch für Zahlungen mit paydirekt im Online-Handel.
Einmal im Online-Banking für paydirekt registriert, zahlen unsere Kunden einfach mit Benutzername und Passwort – direkt mit ihrem Sparkassen-Girokonto. Durch die Verknüpfung von paydirekt mit dem Sparkassen-Girokonto verbleiben die Kontodaten über den gesamten Zahlungsvorgang in den institutseigenen Systemen und werden nicht an Zahlungsdienste weitergegeben. Privates bleibt privat! Und die Rechenzentren von paydirekt befinden sich ausschließlich in Deutschland. Darüber hinaus genießen alle Kunden den besonderen Käuferschutz von paydirekt.

Das sollten sie uns näher erklären. Was bedeutet dieser Käuferschutz?

Liefert ein Händler nicht, genießt der Kunde Käuferschutz und erhält sein Geld zurück. Kunden, die gekaufte Ware bis zum angegebenen Lieferdatum noch nicht erhalten haben, können dies innerhalb von 30 Tagen ab Zahlung bei paydirekt melden und den Käuferschutz in Anspruch nehmen. Vom Käuferschutz ausgeschlossen sind lediglich Alkohol, Medikamente, Tabak sowie digitale Güter.

Kunden können den neuen Zahlungsdienst nur nutzen, wenn Online-Händler paydirekt anbieten. Aber warum sollten Händler das tun?

Weil paydirekt auch dem Online-Handel handfeste Vorteile bietet. Um nur die wichtigsten zu nennen: paydirekt ermöglicht über 50 Millionen Kunden im Internet ganz einfach mit einem Verfahren ihrer vertrauten Hausbank zu bezahlen. Bequeme Durchführung und Vertrauen sind wichtig, damit Kunden ihren Kauf nicht beim Bezahlen abbrechen. Direkt nach erfolgreicher Transaktion erhalten Händler eine Zahlungsgarantie vom Geldinstitut des Käufers. Die Zahlungssumme wird binnen zwei Bankarbeitstagen auf dem Konto des Händlers gutgeschrieben. Das reduziert Kosten für Mahn- und Risikomanagement und sorgt für höhere Liquidität. Und wir haben die Integration von paydirekt ganz einfach gemacht: Mit Plug-ins für alle gängigen Shop-Systeme können Händler paydirekt schnell und komfortabel in Ihren Online-Shop einbinden.

Paydirekt wird nicht ausschließlich von den Sparkassen angeboten. Wer steht hinter paydirekt?

Die Grundlage für paydirekt bildet eine branchenweite Kooperation der Sparkassen-Finanzgruppe und der deutschen genossenschaftlichen und privaten Banken zur Etablierung eines gesicherten Online-Zahlungssystems für ihre Kunden. Mit der Umsetzung für die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe wurde der Service-Dienstleister für innovative Zahlverfahren, die GIZS GmbH & Co. KG betraut, ein Tochterunternehmen des Deutschen Sparkassenverlags sowie der Landesbanken Baden-Württemberg und Hessen-Thüringen.