Kurz vor ihrem Abriss wird die ehemalige Kundenhalle der Sparkasse Pforzheim Calw (Hauptstelle Pforzheim) nochmals zum Leben erweckt – auf besondere Art: Vier junge Künstler verwandelten die ausgedienten Räumlichkeiten in einen Spielplatz, der im Rahmen des Kunstprojekts „Playground – urban art show“ am 14. und 15. März 2017 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Bereits am Vorabend fand eine Vernissage statt, die auch von Katja Kreeb, Sozialdezernentin des Enzkreis, besucht wurde. Wir haben Frau Kreeb während der Veranstaltung zu ihren Eindrücken gefragt.

Frau Kreeb, was ist für Sie Kunst?

Diese Frage möchte ich gerne aus zwei Blickwinkeln betrachten: Auf der einen Seite ist es in meinen Augen Kunst, wenn man etwas schafft, wozu man nur selbst oder ganz wenige andere in der Lage wären. Damit meine ich, dass nicht jeder kreative Ausbruch eines Jeden immer gleich Kunst ist. Auf der anderen Seite ist es Kunst, wenn man auf diesem Niveau etwas schafft, das anderen eine Freude beim Betrachten, Zusehen oder Anhören bereitet oder das eine besondere Ästhetik hat.

Wenn Sie sich das Ergebnis des Projekts „Playground“ anschauen: Ist das Ihrer Meinung nach Kunst oder kann das weg, wie man so schön sagt?

Naja, es kommt ja tatsächlich weg. Schließlich wird die Kundenhalle in Kürze abgerissen. Dass das, was hier in kurzer Zeit geschaffen wurde, dann genauso schnell wieder verschwindet, finde ich schon ein wenig traurig. Allerdings macht das auch den Reiz dieses großflächigen Kunstwerks aus. Deshalb ist es für mich auch etwas Besonderes, hier heute Abend dabei sein zu dürfen.

Und jetzt habe ich ja schon „Kunstwerk“ gesagt. Und das, wie ich finde, zu Recht. Was die jungen Künstler hier binnen ein paar Tagen auf die Beine gestellt haben, ist wirklich außergewöhnlich. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll, so vielseitig ist das, was hier entstanden ist. Auch wenn ich keine wirkliche Expertin für Street Art, Graffiti oder Ähnliches bin, glaube ich doch, beurteilen zu können, dass die Künstler echt was drauf haben.

Gibt es ein Objekt oder einen Bereich der Ausstellung, der Ihnen besonders ins Auge sticht?

Das Ganze hier ist wirklich ein Erlebnis. Und ich finde, es wirkt eben auch als Ganzes, so dass ich es auf die Schnelle gar nicht für notwendig erachte, Einzelheiten heraus zu deuten. Ein Highlight war für mich auf jeden Fall die Live-Performance. Die Künstler vor Ort in Aktion zu sehen, empfand ich als besonders spannend.

Vielen Dank, Frau Kreeb, für die Schilderung Ihrer Eindrücke.