Ungefähr fünf Jahre ist es jetzt her. Damals durchstöberte ich „red chilly“ und ein super Angebot fiel mir ins Auge: „Tauchen lernen zum Schnäppchenpreis“. Cool dachte ich mir, warum eigentlich nicht?! Bin gerne im Wasser, meistens sogar lieber Kopf unter, und schwimmen kann ich auch. Ist doch dann mal eine Überlegung wert, oder? Also machte ich mich auf die Suche nach einem „Opfer“, mit dem ich das Projekt angehen kann. Schnell stellte ich aber fest, dass das nicht ganz so einfach werden sollte. Mehr als eindeutige Fingerzeige in Richtung Schläfe und Sätzen wie „Spinnst du??? Ist doch voll gefährlich!“ oder „Was da alles passieren kann? Oh, Gott und die vielen Tiere! Ne ne, also das kannste alleine machen!“ bekam ich nicht. Ein paar Versuche noch, bis ich einsehen musste: Die Taucherwelt scheint wohl eine einsame zu sein!

Aber hey, macht doch nix! Ich brauch niemanden! Ich machte mich also auf den Weg zum Tauchcenter, um die Lage zu checken. Dort traf ich dann auch eine ganze Menge Leute an. Scheint ja doch kein so einsamer Sport zu sein, schoss es mir durch den Kopf. Es wurde eifrig hochtechnisches NASAEquipment anprobiert, Fachfragen geklärt und mit glasigen Augen irgendwelche Metallstücke angehimmelt. Nun gut! Freundlich, aber bestimmt drängelte ich mich an den Tresen und sagte (Zitat Tauchlehrer, da meine Erinnerung nicht mehr so präsent ist): „Hallo ich bin die Dragana und wie werde ich Tauchlehrerin?!“ „He he, coole Socke“, dachte er sicher – und hier zitiere ich mich!!

Gesagt, getan! Der Kurs dauerte ca. sechs Wochen, davon einige Theoriestunden und dann noch praktische Übungen am Baggersee. Ok, ich geb ja zu, der Baggersee ist nicht der absolute Traum-Tauchspot. Aber jemand hat mir mal gesagt: Wer im Baggersee tauchen kann, der kann es überall! Kurz nachdem ich mein Tauchzertifikat in Händen hielt, machte ich mich gleich auf, um meinen ersten Meerestauchgang zu machen. Die Schwerelosigkeit, diese unbekannte und völlig andere Welt voll mit bunten Korallen, die Fische – große und kleine, die alle so unglaublich damit beschäftigt sind, den ganzen Tag herumzuschwimmen und einen überhaupt nicht bemerken. Delfine und Schildkröten, die einen neugierig begutachten. Und dann noch das Blau und das unbeschreibliche Gefühl in der Tiefe: für mich war sofort klar, das ist mein Sport!

Zwar ist der Tauchsport selbst mit der richtigen Vorbereitung und einem guten „Buddy-Check“ – man taucht immer mit einem Partner oder Buddy, also nie alleine – sehr sicher. Dennoch war für mich klar, dass ich mir Gedanken machen muss für den Fall, dass doch was ist, wie ich z. B. im Falle eines Unfalls wieder wohlbehalten nach Hause komme.

Bis zum Tauchlehrer-Zertifikat bin ich zwar noch nicht ganz gekommen. Aber: Den Dive-Master habe ich schon… Und hey, wer weiß, was das Leben noch so bringt…

Bis bald eure Dada