Wer kennt das nicht? Ein peinlicher Fauxpas hier und da, wenn es darum geht, mit dem Chef nobel essen zu gehen, oder einfach nur eine Freundin mit einem guten Essen im vornehmen Restaurant zu überraschen. Wem unterläuft da nicht der ein oder andere „Fehler“?

Um solche peinlichen Situationen zu vermeiden, bietet die Sparkasse Pforzheim Calw einmal im Jahr einen Benimm-Kurs, den sogenannten Knigge-Kurs an, um sich mit den aktuellen Regeln nach Knigge vertraut zu machen.

Am 30. Januar 2014 war es wieder soweit. Wunderschön beleuchtet lud die Villa Hammerschmiede in Pfinztal-Söllingen am Abend die Teilnehmer des Knigge-Seminars ein, sich in Sachen Etikette auszuprobieren. Bei der Garderobe standen bereits Kellner bereit, die den Gästen ihre schweren Mäntel und Jacken abnahmen und sie in den Speisesaal geleiteten. Dort warteten bereits leckere Begrüßungscocktails und kleine Häppchen auf die Gäste.

Nach diesem tollen Start in den Abend, bat die Knigge-Expertin Elly Jensen-Winkle alle Anwesenden zu Tisch.
Schon wurden die ersten Fragen gestellt: „Wie halte ich ein Cocktailglas richtig ?“ (richtig: am Stiel), „Welches Besteck benötige ich für die Vorspeise ?“ (richtig: zum Beispiel Brotmesser und kleine Gabel).
Bevor die Seminar-Teilnehmer mit dem ersten Gang begannen, begrüßte der Hausherr die feine Gesellschaft und wünschte ganz höflich einen guten Appetit. 🙂

Nun konnte das Festmahl beginnen. Ein „Amuse Bouche“, eine kleine Vorspeise zum Appetit anregen wurde serviert. Alle ließen es sich schmecken und versuchten, das bereits Gehört- und Gelernte richtig umzusetzen. Zwischen den Gängen konnten weitere Fragen gestellt werden. „ Auf welcher Seite stellt eine Frau ihre Handtasche richtig ab ?“ (richtig: links), „Wann darf man als Mann das Sakko ausziehen ?“ (richtig: wenn der Gastgeber das Zeichen dazu gibt beziehungsweise wenn die Frau am Tisch es gestattet).

Die Vorfreude auf das Hauptgericht stieg zunehmend. Zunächst wurden die „Spaghetti nach Neapolitanischer Art mit Meeresfrüchten und geschmorten Roma Tomaten“ gereicht. Diese schmeckten sehr gut und waren von einer edlen „Wachtel im Ganzen gebraten mit Selleriemousseline, Trüffeljus und Semmelsoufflee“ begleitet.
Beinahe jeder fragte sich: „Wie esse ich die Spaghetti, ohne mich zu blamieren ?“ (richtig: nur mit der Gabel am Tellerrand eindrehen und nicht den Löffel benutzen) und: „Darf ich die Wachtel auch mit den Händen essen ?“ (richtig: JA !).

Zwischendurch lernten die anwesenden Gentlemen, dass, wenn eine Dame den Tisch verlässt oder an den Tisch kommt, der Partner oder Nebensitzer leicht andeutet, ihr den Stuhl zurechtzurücken. Das bedeutet für die Dame so viel wie: „Oh, er hat bemerkt, dass ich aufstehen / mich hinsetzen möchte…“.

Nun wurde auch schon der letzte Gang zu Tisch gebracht: „Pfirsich Haeberlin“, was so viel heißt wie: „ein enthäuteter, zuvor eingelegter Pfirsich umgeben mit einer Vanille- und Pistaziencreme“. Ebenfalls eine Köstlichkeit, die zusätzlich noch mit Pralinen serviert wurde.

Am Ende verließen die „Ladies and Gentlemen“ das Anwesen, wohl wissend, dass ihnen einige Peinlichkeiten zukünftig erspart bleiben werden.

Wenn ich euch dieses Seminar schmackhaft machen konnte, dann seid doch das nächstes Mal dabei, wenn es heißt: „Benimm ist in !“.

 



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