Gegenüber des Mont-Blanc-Hauptgipfels, an der Grenze zwischen Frankreich und Italien,  ragt eine markante Felsnadel aus dem Schnee bedeckten Rochefort-Grat heraus: der „Zahn des Riesen“ oder „Dente del Gigante“.

Mein Traum, einmal oben zu stehen, hat sich im Sommer 2016 erfüllt: Es ist 4 Uhr nachts – der Wecker klingelt – schnell anziehen – frühstücken – raus in die Kälte. Es hat -10 Grad und es geht ein Sturm, aber der Himmel ist klar. Also legen wir die Steigeisen an, um den Gletscher unterhalb des Bergmassivs zu queren. Dann geht es mehrere Schneeflanken hinauf.

Der Kletterspaß beginnt

Schließlich die erste Felskletterei: Alles ist mit einer leichten Eisschicht überzogen, da es am Vortag geregnet hat. Um 6.30 Uhr stehen wir am eigentlichen Einstieg. Zu kalt? Zu stürmisch? Nach langem Hin-und-Her steigen wir ein – mit Handschuhen und sämtlichen Klamotten, die wir mit hochgetragen haben. Selbst die Regenhosen haben wir an. In der mittleren Platte bläst es uns mehrmals fast aus der Wand. Der Wind ist saukalt, insbesondere beim Sichern in den Ständen.

Ein paar Stunden später stehen wir auf dem Gipfel – auf 4.013 Metern Höhe und ganz alleine. Bei diesem Wetter sind andere Seilschaften unten geblieben. Schließlich seilen wir uns ab und treten den Rückzug an. Ein neues Tief ist im Anmarsch…

Geschafft!

Von Dominik Hartmann, Sparkasse Pforzheim Calw, Händler

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