Christoph Wilde, Jugendleiter bei den Pforzheimer Bisons, und seine 10-jährige Tochter Margarita erzählen uns im red-young-Interview, was diesen schnellen Sport so einzigartig macht.
Du spielst selbst kein Eishockey. Wie wurdest du Jugendleiter?
Christoph: Ich bin schon lang sehr eishockeyinteressiert. Außerdem bin ich immer dabei, wenn meine Tochter spielt, trainiert oder irgendwo auf einer Veranstaltung auftritt – einfach um sie zu unterstützen. Sport halte ich für sehr wichtig, weil Kinder dadurch auch andere Fähigkeiten lernen, die ihnen später im Leben weiterhelfen. Das Vereinsleben spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Aber ohne ehrenamtliche Helfer geht das nicht. Deshalb habe ich im Verein mitgeholfen, wo ich konnte. Irgendwann hat mich die Abteilungsleitung gefragt, ob ich die Jugendarbeit organisieren will.
Viele Mädels stehen auf Eiskunstlauf. Wie kamst du zum Eishockey?
Margarita: Ich war schon früh auf dem Eis. In der Laufschule haben wir dann Schläger und Scheiben bekommen. Dann habe ich es einfach ausprobiert – und es hat sofort Spaß gemacht.
Was begeistert dich am Eishockey?
Christoph: Eishockey ist ein sehr schneller, intensiver Sport, bei dem du viel Koordination brauchst. Du trainierst dabei deinen ganzen Körper und du kannst es bis ins hohe Alter spielen. Und wenn du dir die Seniorenmannschaft in Pforzheim oder vielleicht auch die Profiteams der Region anschaust, ist das schon sehr cool. Die Stimmung in einer Eishalle ist super und du bist ganz nah am Geschehen. Das schafft eine besondere, emotionale Atmosphäre.
Was macht dir an deinem Hobby am meisten Spaß?
Margarita: Wenn ich schnell über das Eis fliegen und aufs Tor schießen kann, spüre ich den Wind und fühle mich frei.
Muss ein Kind Schlittschuhlaufen können, um anzufangen?
Christoph: Das Schlittschuhlaufen ist die Basis fürs Eishockey. Allerdings kann man bei uns auch Schlittschuhlaufen lernen und dann direkt ins Eishockey wechseln.
Was ist dir am Anfang schwergefallen und wo liegen deine Stärken?
Margarita: Schwer fiel mir am Anfang das Rückwärtslaufen. Mit Übung habe ich es aber hinbekommen. Meine Stärken: Ich bin schnell, behalte die Scheibe im Auge und so den Überblick.

Traust du dich aufs Eis? Bei unserem Eishockey-Workshop im Eissportzentrum Pforzheim kannst du das alles selbst ausprobieren.
Viele Eltern halten den Sport für zu gefährlich – was sagst du dazu?
Christoph: Da kann ich die Eltern beruhigen. Bei Kindern bis 12 Jahre ist Körpereinsatz grundsätzlich verboten. Und auch bei älteren Kindern dürfen keine Checks eingesetzt werden – also keine harten Zusammenstöße, wie man sie aus den Profiligen kennt. Außerdem sind die Kinder durch ihre Ausrüstung rundum geschützt. Deshalb hatten wir bisher auch keine schlimmen Verletzungen.
Welche Tipps möchtest du Kindern geben, die sich dafür interessieren?
Margarita: Als Erstes muss man sicher Schlittschuhlaufen können – also laufen, bremsen und übersetzen. Dabei hilft die Hockeyposition: Knie leicht beugen und das Gewicht nach vorne verlagern.
Vielen Dank!
Das könnte dich auch interessieren:
Keinen Beitrag mehr verpassen? Jetzt Blog-Wecker stellen.